Kinderdepot bei Scalable Capital: FREE oder PRIME+, Eröffnung, Vergleich

Das Kinderdepot von Scalable Capital kostet in der Variante FREE 0 Euro, Sparpläne laufen ab 1 Euro ohne Gebühr, eine Order kostet 0,99 Euro. Hier steht, wann sich PRIME+ rechnet, was das „Taschengeld“ ist und wie das Depot gegen Trade Republic und die Direktbanken abschneidet.

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Scalable Capital auf einen Blick

Depotgebühr
0 € (FREE), 4,99 €/Monat (PRIME+)
Sparplan ab
1 €
Sparplan-Kosten
0 €
Order
0,99 € (FREE), 0 € ab 250 € (PRIME+)
ETFs
mehrere Hundert
Eröffnung
alle Sorgeberechtigten mit eigenem Konto, Geburtsurkunde hochladen, Video-, Post- oder E-Ident
Kinderdepot bei Scalable Capital eröffnen

Angaben nach Anbieterseite, Stand 18. Oktober 2026.

Die kurze Antwort

Scalable Capital bietet das Kinderdepot in zwei Varianten an: FREE ohne Depotgebühr mit 0,99 Euro je Order und PRIME+ für 4,99 Euro im Monat ohne Ordergebühr ab 250 Euro. Sparpläne ab 1 Euro sind in beiden Varianten kostenlos. Auf Guthaben gibt es 2,6 Prozent Zinsen, bei ausgewählten ETFs werden die Produktkosten als „Taschengeld“ reinvestiert. Für die Eröffnung brauchen alle Sorgeberechtigten ein eigenes Scalable-Konto.

FREE oder PRIME+: die Konditionen im Detail

Die Variante FREE kostet keine Depotgebühr. Sparpläne gibt es ab 1 Euro im Monat ohne Ausführungskosten, eine Einzelorder kostet 0,99 Euro. Ausgewählte PRIME-ETFs lassen sich ab 250 Euro Ordervolumen ohne Gebühr handeln.

PRIME+ kostet 4,99 Euro im Monat, also knapp 60 Euro im Jahr. Dafür entfällt die Ordergebühr ab 250 Euro Ordervolumen. Für ein Kinderdepot, das per Sparplan läuft, bringt das wenig: Sparpläne sind ohnehin kostenlos. Rechnerisch lohnt sich PRIME+ erst ab rund 60 Einzelorders über 250 Euro im Jahr.

Nicht investiertes Guthaben verzinst Scalable laut eigenen Angaben mit 2,6 Prozent. Zur Auswahl stehen mehrere Hundert ETFs, darunter die gängigen Welt-ETFs.

Die beiden Varianten des Kinderdepots laut Anbieter.
MerkmalFREEPRIME+
Depotgebühr0 €4,99 € im Monat
Sparplanab 1 €, 0 € je Ausführungab 1 €, 0 € je Ausführung
Einzelorder0,99 €; PRIME-ETFs ab 250 € 0 €0 € ab 250 € Ordervolumen
Zins auf Guthaben2,6 %
„Taschengeld“ETF-Kosten ausgewählter ETFs werden reinvestiert

Das „Taschengeld“: ETF-Kosten fließen zurück ins Depot

Jeder ETF hat laufende Kosten, die aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Beim „Taschengeld“ reinvestiert Scalable Capital diese Kosten bei ausgewählten ETFs ins Kinderdepot. Unterm Strich bespart das Kind diese Fonds damit ohne Produktkosten, solange die Aktion läuft.

Der Name führt leicht in die Irre: Es ist kein Zuschuss, sondern eine Rückvergütung von Kosten, die sonst der ETF-Anbieter behalten würde. Mit dem staatlichen Kindergeld hat die Aktion nichts zu tun, ebenso wenig mit der geplanten Frühstart-Rente. Welche ETFs dazugehören und wie lange die Aktion gilt, legt der Anbieter fest.

Trade Republic verfolgt mit seiner „Kindergeld“-Aktion den gleichen Ansatz, dort fest für drei Vanguard-ETFs bis zum 18. Geburtstag. Wie viel Kosten über 18 Jahre ausmachen, zeigt der Kinderdepot-Rechner.

Eröffnung Schritt für Schritt

Die Eröffnung läuft online. Plane ein paar Tage ein, weil alle Sorgeberechtigten mitwirken.

  1. Eigene Konten anlegen

    Alle Sorgeberechtigten brauchen ein eigenes Konto bei Scalable Capital. Wer noch keines hat, eröffnet es zuerst.

  2. Kinderdepot beantragen

    Ein Elternteil startet die Eröffnung und gibt die Daten des Kindes ein. Dazu gehört die Steuer-Identifikationsnummer, die jedes Kind nach der Geburt per Brief vom Bundeszentralamt für Steuern bekommt.

  3. Geburtsurkunde hochladen

    Die Geburtsurkunde wird als Datei hochgeladen. Sie weist die Sorgeberechtigung nach.

  4. Identifizieren

    Die Identifikation läuft per Video-Ident, Post-Ident oder E-Ident mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises.

  5. Zustimmung der übrigen Sorgeberechtigten

    Die anderen Sorgeberechtigten bestätigen die Eröffnung über ihr eigenes Konto. Danach wird das Depot freigeschaltet.

  6. Sparplan und Freistellungsauftrag

    Richte den Sparplan ein und stelle einen Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes. Warum das wichtig ist, steht unter Kinderdepot und Steuern.

Vergleich mit Trade Republic und den Direktbanken

Die beiden Neobroker liegen eng beieinander, die Direktbanken unterscheiden sich vor allem bei Orderkosten und Eröffnung.

Kinderdepots im Vergleich, Angaben laut Anbietern.
MerkmalScalable Capital (FREE)Trade RepublicINGConsorsbank
Depotgebühr0 €0 €0 €0 €
Sparplan ab1 €1 €1 €10 €
Sparplan-Kosten0 €0 €0 € (ETF)0 € (ETF, dauerhaft)
Einzelorder0,99 €1 € Fremdkosten4,90 € + 0,25 %, max. 69,90 €0,95 € für 5 Jahre
Zins auf Guthaben2,6 %2,5 %keine Angabe3,80 % Tagesgeld für 5 Monate
ETF-Kosten-Aktion„Taschengeld“, ausgewählte ETFs„Kindergeld“, 3 Vanguard-ETFs bis 18keinekeine
Mitwirkung der Elterneigenes Konto aller Sorgeberechtigteneigenes Konto beider ErziehungsberechtigtenLegitimation aller SorgeberechtigtenUnterschrift aller Sorgeberechtigten per Post, kein Elterndepot

Gegenüber Trade Republic gibt es bei Scalable einen Cent weniger Ordergebühr und 0,1 Prozentpunkte mehr Zins, dafür ist die Kostenaktion dort auf drei feste ETFs bis zum 18. Geburtstag festgelegt. Die ING verlangt bei Einzelorders deutlich mehr, führt Sparpläne aber kostenlos aus und eröffnet automatisch ein Extra-Konto Junior. Die Consorsbank ist die einzige der vier, bei der die Eltern kein eigenes Depot brauchen, dafür liegt die Mindestsparrate bei 10 Euro.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • 0 Euro Depotführung in FREE, Sparpläne ab 1 Euro ohne Gebühr
  • 2,6 Prozent Zinsen auf nicht investiertes Guthaben
  • ETF-Kosten ausgewählter ETFs werden reinvestiert
  • Identifikation wahlweise per Video, Post oder E-Ident

Nachteile

  • 0,99 Euro je Einzelorder in FREE
  • PRIME+ für 4,99 Euro im Monat lohnt sich beim Kinderdepot kaum
  • Alle Sorgeberechtigten müssen selbst Kunde sein
  • Depotüberträge dauern bei Scalable laut Vergleichsportalen vier bis acht Wochen
Wenn ein Elternteil schon bei Scalable ist

dann ist der Aufwand gering, nur der andere Sorgeberechtigte braucht noch ein Konto.

Wenn du nur einen Sparplan laufen lassen willst

dann reicht FREE, PRIME+ bringt in diesem Fall keinen Vorteil.

Wenn ein Elternteil kein eigenes Depot eröffnen will

dann eher nicht. Bei der Consorsbank reicht die Unterschrift aller Sorgeberechtigten per Post, ein eigenes Depot brauchen sie nicht.

Häufige Fragen

Was kostet das Kinderdepot bei Scalable Capital?

In der Variante FREE kostet die Depotführung 0 Euro, Sparpläne ab 1 Euro laufen ohne Gebühr, eine Einzelorder kostet 0,99 Euro. PRIME+ kostet 4,99 Euro im Monat, dafür entfällt die Ordergebühr ab 250 Euro Ordervolumen. Dazu kommen die laufenden Kosten der ETFs.

Brauche ich PRIME+ für das Kinderdepot?

Nein. Für einen oder zwei ETF-Sparpläne reicht FREE, weil Sparpläne in beiden Varianten kostenlos ausgeführt werden. PRIME+ lohnt sich rechnerisch erst, wenn du im Jahr deutlich mehr als 60 Einzelorders ab 250 Euro aufgibst, was bei einem Kinderdepot selten vorkommt.

Was ist das Taschengeld von Scalable Capital?

Eine Aktion des Anbieters: Bei ausgewählten ETFs werden die Produktkosten nicht einbehalten, sondern ins Depot des Kindes reinvestiert. Welche ETFs dazugehören, legt Scalable fest. Mit dem staatlichen Kindergeld oder der Frühstart-Rente hat das nichts zu tun.

Müssen beide Eltern ein Konto bei Scalable Capital haben?

Ja. Alle Sorgeberechtigten brauchen ein eigenes Scalable-Konto, über das sie sich identifizieren und der Eröffnung zustimmen. Die Geburtsurkunde des Kindes wird hochgeladen, die Identifikation läuft per Video-, Post- oder E-Ident.

Gibt es Zinsen auf das Guthaben im Kinderdepot?

Ja, laut Anbieter 2,6 Prozent auf nicht investiertes Guthaben. Bei einem Depot mit 18 Jahren Laufzeit ist der Zins aber nur eine Randgröße, der ETF-Sparplan macht den Unterschied.

Wie unterscheidet sich das Kinderdepot von dem bei Trade Republic?

Die Konditionen liegen eng beieinander: 0 Euro Depot, Sparpläne ab 1 Euro ohne Gebühr, knapp 1 Euro je Order, 2,6 statt 2,5 Prozent Zins. Trade Republic erstattet die ETF-Kosten bei drei Vanguard-ETFs bis zum 18. Geburtstag, Scalable reinvestiert sie bei ausgewählten ETFs. Bei beiden brauchen alle Sorgeberechtigten ein eigenes Konto.