Trade-Republic-Alternative
Sechs Broker, die infrage kommen, nach Kosten, Handelsplätzen, Sparplänen, Zinsen und Kinderdepot verglichen. Mit Entscheidungshilfe.
Ein Depotwechsel ist in Deutschland kostenlos und dauert ein bis drei Wochen. Hier steht, wann er sich lohnt, welche Alternativen zu Trade Republic und Scalable es gibt, welche Prämien Banken gerade zahlen und wie der Übertrag Schritt für Schritt abläuft.
Wechseln lohnt sich, wenn der neue Anbieter dauerhaft günstiger ist, mehr Handelsplätze oder besseren Service bietet oder etwas kann, was der alte nicht kann, zum Beispiel ein Kinderdepot oder ab 2027 ein Altersvorsorgedepot. Eine Prämie ist ein Bonus, kein Grund. Der Übertrag selbst kostet nichts und läuft über ein Formular beim neuen Anbieter.
Depotgebühr, Sparplankosten, Ordergebühren. Bei einem reinen ETF-Sparplan sind die Neobroker gleichauf bei null; Unterschiede zeigen sich bei Einzelorders und bei Direktbanken mit Prozentgebühren.
Trade Republic handelt über einen Handelsplatz, Direktbanken über alle deutschen Börsen und das Ausland. Wer außerhalb der Xetra-Zeiten oder in illiquiden Titeln handelt, merkt den Unterschied im Spread.
Kinderdepot, Gemeinschaftsdepot, Altersvorsorgedepot ab 2027, Anleihen, Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Nicht jeder Anbieter hat alles.
Telefonischer Support, Filiale, Qualität der Jahressteuerbescheinigung, Umgang mit Kapitalmaßnahmen. Für Buy-and-hold weniger wichtig, für aktive Anleger entscheidend.
Relevant, wenn regelmäßig Geld unverzinst liegt. Mehrere Broker verzinsen das Verrechnungskonto; die Sätze ändern sich mit dem Leitzins.
Zuletzt. 60 bis 300 Euro gibt es für Neukunden oder Depotüberträge, immer mit Bedingungen. Mehr unter Wechselprämien.
Sechs Broker, die infrage kommen, nach Kosten, Handelsplätzen, Sparplänen, Zinsen und Kinderdepot verglichen. Mit Entscheidungshilfe.
Die beiden größten Neobroker im direkten Vergleich, inklusive Kinderdepot und Altersvorsorgedepot. Für wen welcher passt.
Wer gerade wie viel zahlt, welche Bedingungen gelten und wann sich der Wechsel trotz Prämie nicht lohnt. Mit Stand-Datum.
Formular, Dauer, Bruchstücke, Anschaffungsdaten, Besonderheiten bei Trade Republic und Scalable, typische Fehler.
Beim neuen Anbieter, meist in 10 bis 20 Minuten mit Video- oder E-Ident. Das alte Depot bleibt offen.
Formular oder Online-Strecke mit Daten des alten Depots. Der neue Anbieter holt die Positionen ab. Bei Trade Republic und Scalable gibt es dafür eigene Funktionen in App und Web.
Bruchstücke vorher verkaufen oder vom alten Anbieter verkaufen lassen, Sparpläne pausieren oder beim neuen Anbieter neu anlegen.
Nach ein bis drei Wochen stehen die Positionen im neuen Depot. Anschaffungsdaten kontrollieren, Freistellungsauftrag neu erteilen, altes Depot kündigen.
Innerhalb Deutschlands nein. Der Bundesgerichtshof hat 2004 entschieden, dass Banken für den Übertrag von Wertpapieren keine Gebühren verlangen dürfen (Az. XI ZR 200/03). Fremdspesen können nur bei Auslandsverwahrung anfallen. Das neue Depot ist bei den meisten Anbietern ebenfalls kostenlos.
Innerhalb Deutschlands ein bis drei Wochen, die BaFin nennt drei Wochen als Richtwert. Bei Auslandsverwahrung zwei bis acht Wochen. Trade Republic nennt zwei bis drei Wochen, Scalable Capital vier bis acht. Während des Übertrags kannst du die Positionen nicht handeln.
Nein, innerhalb Deutschlands werden Kaufkurse und Kaufdaten mit übertragen, sodass die Steuer später richtig berechnet wird. Bei Übertrag aus dem Ausland fehlen sie oft; dann setzt die neue Bank eine Ersatzbemessungsgrundlage an, die du mit Belegen korrigieren kannst.
Anteilsbruchstücke, wie sie bei Sparplänen entstehen, können nicht übertragen werden. Der alte Anbieter verkauft sie, der Erlös landet auf dem Verrechnungskonto. Das löst bei Gewinnen Abgeltungsteuer aus, meist im Cent- bis Eurobereich.
Nur, wenn der neue Anbieter auch ohne Prämie passt. 100 Euro Prämie sind schnell aufgebraucht, wenn Sparpläne danach 1,5 Prozent kosten. Rechne erst die laufenden Kosten, dann die Prämie.
Ja, ein Teilübertrag ist bei fast allen Anbietern möglich. Du wählst die Positionen aus. Der steuerliche Verlustverrechnungstopf wandert allerdings nur bei einem vollständigen Übertrag mit.